Sashverstand

Dinkel-Roggenbrot

Ich habe vor einigen Monaten damit begonnen, regelmäßig Brot zu backen. Dachte deshalb, ich könnte hier mal fallen lassen, wie man auf recht einfachem Weg ein schmackhaftes Brot im heimischen Backofen zustande bekommt, ohne sich dabei die Hände zu brechen.

Dinkel-Roggenbrot mit Topping aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Dinkelflocken

Rezept

Da ich ein Freund von gesunder Ernährung bin, nutze ich hierfür nur Bio-Zutaten und verwende weder Weizenmehl, noch Zucker oder sonstige Süßungsmittel.

Zutaten für ein ca. 1000g schweres Brot

  • 250 g Dinkelmehl (Typ 630)1
  • 250 g Roggenvollkornmehl
  • 25 g Leinsamen geschrotet
  • 25 g Sonnenblumenkerne
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Messerspitze Brotgewürz2
  • 15 g Salz3
  • optionales Topping nach Belieben

Zubereitung

  1. Wasser und Hefe verrühren und 10 Minuten zum Aktivieren der Hefe stehen lassen, bis sich eine kleine Schaumkrone bildet.
  2. Mehl und restliche Zutaten in eine Schüssel geben und grob vermengen.
  3. Hefe-Wasser hinzugeben und alles mit einem Knethaken auf kleiner Stufe gut zu einer feucht-klebrigen Masse verrühren.
  4. Teig abdecken und ca. 45 Minuten an einem warmen Ort ruhen/gehen lassen.4
  5. Teig (sollte inzwischen ca. das doppelte Volumen angenommen haben) in eine Backform5 geben, mit Topping versehen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Umluft 50 Minuten backen.

Ich empfehle, das Brot vor dem ersten Anschneiden mindestens 30 Minuten auskühlen zu lassen.

Variationen

Es muss hier nicht bei Sonnenblumenkernen und Leinsamen bleiben. Man kann auch Sesam, Maronen, Kürbiskerne, Kräuter, (Röst-)Zwiebeln, Nüsse, Trockenfrüchte etc. einbauen. Entweder als Topping (siehe Bild) oder direkt mit in die Teigmasse geben. Erlaubt ist, was schmeckt.

Nährwerte pro 100g Brot (ohne Topping)

Brennwert 196,1 kcal
Kohlenhydrate 33,1 g
Eiweiß 7,1 g
Fett 2,8 g

Fazit

Inzwischen frage ich mich, warum ich da nicht schon viel früher drauf gekommen bin, denn die Netto-Arbeitszeit, in der man bei der Zubereitung eines derart schlichten und leicht abwandelbaren Rezepts aktiv involviert ist, beträgt keine 15 Minuten. Wobei das Beste an selbstgebackenem Brot wohl ist, dass man am Ende auch weiß, was drin ist. (Vong Transparenz her.)


  1. Wer es noch gesünder möchte, nimmt Dinkelvollkornmehl.  ↩︎

  2. Kann man auch als einzelne Komponenten hinzugeben. Klassische Brotgewürzmischungen bestehen zumeist aus Koriander, Kümmel, Anis und Fenchel. ↩︎

  3. Nicht jeder mag gesalzenes Brot, ich selbst finde es aber mit einer ordentlichen Prise Salz deutlich leckerer. Kann man aber auch einfach weglassen.  ↩︎

  4. Im Sommer einfach Zimmertemperatur nutzen, in kühleren Zeiten in die Nähe der Heizung stellen. ↩︎

  5. Ich nutze seit geraumer Zeit eine Kastenform aus hitzebeständigem Silikon und kann diese nur empfehlen. Dabei ist keine weitere Zugabe von Fett oder Backpapier nötig, um ein Ankleben zu verhindern. ↩︎